Time Change – Zeitreise zu Mozart



For Englisch information click HERE

time changeHelmut Eisels aufregend unkonventionelle, zutiefst persönliche Interpretation des Mozart-Klarinettenkonzerts ist unter dem Titel „time change“ auch auf CD erhältlich. Die Einspielung, die neben dem Konzert noch drei weitere Mozart-inspirierte Stücke – den „Mozart Kugl“, die „Fantasien beim Kegeln“ und das jazzige Adagio – enthält, erfolgte gemeinsam mit dem Thüringischen Kammerorchester Weimar unter der Leitung von Martin Hoff und dem Trio Helmut Eisel & JEM durch die renommierten Bauer Studios Ludwigsburg.

Um dem von Mozart so geliebten sonoren Klarinettenklang möglichst nahe zu kommen, spielt Helmut Eisel das Konzert auf einer Bassettklarinette, die Jochen Seggelke (Bamberg) auf der Basis einer über 100 Jahre alten A-Klarinette für ihn gebaut und mit moderner Spieltechnik ausgestattet hat.

Helmut Eisel, Bassettklarinette
Thüringisches Kammerorchester Weimar, Leitung: Martin Hoff
Michael Marx (Gitarre / Stimme), Stefan Engelmann (Kontrabass)

 

Hörbeispiele aus der CD „time change“

Reaktionen

CD-Vorstellung und Interview auf NDR Kultur, Moderation: Christiane Irrgang 13.3.2011
„Weicher als Samt“ , Die Rheinpfalz, 18.4.2012

 

Details zur Interpretation
Alle Interpreten haben ihren individuellen Kontext. Für Helmut Eisel ist es wesentlich, die in Mozarts Musik so vielschichtig angelegte Kommunikation der Instrumente zum Leben zu erwecken und mit dem Komponisten und seinem Werk in Dialog zu treten.
Dem Originalbeginn des Klarinettenkonzerts hat er eine überwiegend aus Originalzitaten gewachsene Introduktion vorangestellt, die zum einen den individuellen Ansatz umschreibt, zugleich aber auch klarstellt: hier spielt ein Klezmer – keineswegs, um Mozart zu in Frage zu stellen, sondern um sein Werk zu würdigen. Im Übergang zum verträumten, introvertierten Adagio schafft Helmut Eisel durch eine weitere Improvisation eine fließende Überblendung. Und auch das Finale wird dialogisch in Form eines motivischen Diskurses mit dem Orchester eingeleitet, bevor sich die Soloklarinette auf die musikantische Lebensfreude des 3. Satzes einlässt.
Auch weit über hinzukomponierte Ein- und Überleitungspassagen hinaus sucht sich diese außergewöhnliche Interpretation immer wieder ganz eigene, sinnliche und zutiefst musikantische Wege der Vermittlung zwischen Klassik und Klezmer, ehe sie das Konzert mit einer tiefen Verbeugung vor dem Meister – und dennoch nicht ohne Augenzwinkern – ausklingen lässt.